ELISABETH WINDISCH
LOVE HATE EAT
Zwischen Fürsorge, Konsum und Ausbeutung
eingeladen von | invited by IHSAN ALIŞAN
Eröffnung | Opening:
04.11. 19:00-21:00 UHR | 7 PM - 9 PM
05.11.2026 - 28.02.2027
mehr Informationen... | read more...
deutsch | english below
Mit Love Hate Eat untersucht Elisabeth Windisch die widersprüchliche Beziehung zwischen Mensch und Tier. Im Zentrum stehen Fragen nach dem Miteinander, dem Konsum und der gesellschaftlich konstruierten Grenze zwischen Mensch und Tier.
Der Titel verweist auf Hal Herzogs Standardwerk zur Anthrozoologie, das sich mit den ambivalenten Beziehungen zwischen Menschen und anderen Lebewesen beschäftigt. Die Ausstellung verbindet diese Perspektive mit Fragestellungen des Ökofeminismus und der Verbraucherethik. Dabei hinterfragt Windisch die anthropozentrische Sicht auf das Leben und damit die in der Moderne konstruierte Dichometrie von Kultur als menschlicher Sphäre und Natur als animalischer Sphäre sowie deren Auswirkungen auf unsere heutige Gemeinschaft.
Ausgehend von traditionellen Wiener Handwerkstechniken wie dem Kürschnergewerbe oder der Stuckmarmormanufaktur überführt Windisch Materialien und ihre historischen Einschreibungen in eine zeitgenössische, bisweilen ironisch gebrochene Bildsprache. Autobiografische Elemente und gesellschaftliche Beobachtungen verbinden sich dabei zu einer humorvollen Auseinandersetzung mit den Widersprüchen des modernen Menschseins.
Elisabeth Windisch lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Richard Deacon und schloss ihr Studium als Meisterschülerin mit Akademiebrief ab. Als Künstlerin und Ausstellungsmacherin arbeitet sie medienübergreifend und entwickelt raumbezogene Installationen und skulpturale Arbeiten. Ihre Praxis verbindet soziologische Fragestellungen mit künstlerischer Forschung, die sie in einer präzisen Auseinandersetzung mit Material und Raum bearbeitet.
Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland, Schweden, Frankreich und der Schweiz gezeigt.
english
In Love Hate Eat, Elisabeth Windisch explores the contradictory relationship between humans and animals. The exhibition focuses on questions of coexistence, consumption, and the socially constructed boundary between the human and the animal.
The title refers to seminal work in anthrozoology, which explores the complex and often contradictory ways in which humans relate to other living beings (Some we love, some we hate, some we eat, Hal Herzog). The exhibition brings this perspective into dialogue with questions of ecofeminism and consumer ethics. Windisch challenges the anthropocentric understanding of life and, by extension, questions the modern dichotomy between culture as a human sphere and nature as wilderness. *Love Hate Eat* points at the effects of this worldview on how we coexist today.
Drawing on traditional Viennese craft techniques, such as furriery and stucco marble craftsmanship, Windisch transforms materials and their historical contexts into a contemporary visual language that is playfully subverted. Autobiographical elements and social observations come together to form a humorous, at times, ironic exploration of the contradictions of modern human existence.
Elisabeth Windisch lives and works in Vienna. She studied fine art at the Düsseldorf Art Academy in Richard Deacon’s class and graduated as Meisterschülerin. As an artist and curator, she works across media and develops site-specific installations and sculptural works. Her practice combines sociological questions with artistic research, which she explores through a precise engagement with material and space.
Her works have been shown in solo and group exhibitions in Austria, Germany, Sweden, France, and Switzerland.
Gefördert von | With support of: